Sprawa polskiej granicy zachodniej w świetle dokumentów polskiego MSZ z okresu jednoczenia Niemiec

  1. Katarzyna Gelles

Abstract

DIE POLNISCHE WESTGRENZE IM LICHTE DER DOKUMENTEDES POLNISCHEN AUßENMINISTERIUMS AUS DER ZEITDER WIEDERVEREINIGUNG DEUTSCHLANDS

Am Anfang des letzten Jahrzehntes des 20. Jahrhunderts unterlag Europa und insbesondere der Osten des Kontinentes regen sozialpolitischen Wandlungen. Das sich ändernde internationale Umfeld erforderte von den Staaten dieser Region, die gegenseitigen Verhältnisse auf Basis neuer Grundsätze und Werte zu gestalten. Im Falle Polens waren diese Herausforderungen sehr groß. Insbesondere zahlreiche nicht überwundene Vorfälle legten sich wie ein Schatten über die Relationen mit dem deutschen Staat.
Zum 25. Jubiläum der Wiedervereinigung Deutschlands hat das polnische Außenministerium Archivalien zugänglich gemacht, die die Aktivität unserer Diplomatie angesichts der sich hinter der Westgrenze abspielenden Ereignisse schildern, angefangen ab September 1989 bis November 1990. Diese Sammlung besteht aus 67 Dokumenten, vor allem geheimen diplomatischen Sendungen (Chiffretelegramme) der polnischen diplomatischen Vertretungen in Ostberlin (18), Köln (12) und aus der Polnischen Militärmission in Westberlin (6). Darüber hinaus Rundschreiben (20), die aus der Zentrale des Außenministeriums in Warschau an die polnischen ausländischen Vertretungen gingen. Für die Forscher stellen diese Dokumente ein hervorragendes Quellenmaterial dar. Sein wesentlicher Vorteil liegt darin, dass die Verfasser der Berichte den Verlauf der Ereignisse systematisch verfolgten und ihre Berichte und Beurteilungen, die die Dynamik der sich abspielenden Wandlungen widerspiegelten, brandaktuell waren.
Das Ziel des Beitrags liegt sowohl darin, den Inhalt dieser Quellendokumente mehreren Lesern näher zu bringen, als auch darin, sie unter dem Gesichtspunkt der polnischen Interessen am Anfang der wiedererlangten vollen Souveränität zu analysieren. Sie ermöglichen von der Insiderseite zu beobachten, wie die Diplomatie und große Politik betrieben werden. Eine Ergänzung stellen die Tagebücher der direkten Teilnehmer an den besprochenen Ereignissen (Tadeusz Mazowiecki, Krzysz-tof Skubiszewski, Helmut Kohl u. a.).
Die Ungewissheit, was für eine Stellung dieses neue Deutschland, dessen Struktur noch nicht bekannt war, zu der Oder-Neiße-Grenze einnehmen wird, hat an der Weichsel große Unruhe hervorgerufen. Die Diplomaten haben dieses Thema in den Chiffretelegrammen am häufigsten angesprochen (in 35 unter 67). Es wurde allmählich klar, dass diese Frage einer unverzüglichen Regelung bedarf. Dem Engagement des Präsidenten Wojciech Jaruzelski, des Premierministers Tadeusz Mazowiecki und des Außenministers Krzysztof Skubiszewski haben wir zu verdanken, dass diese Angelegenheit zum Gegenstand der Beratungen der Großmächte und beider deutschen Staaten noch während des Wiedervereinigungsprozesses Deutschlands wurde.

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Niemcoznawstwo

24, 2016

Strony od 13 do 34

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